Hallo Kawumm,
damit Du nicht wieder etwas missverstehst, ein paar kurze Anmerkungen:

Zu Beitrag Nr. 592:
2.500 Euro sind für jeden Partikulier viel Geld; nicht nur für Dich.
Du hast aber mal in einem Beitrag geschrieben, dass Du das Geld für Mitgliedschaft in einem Verband lieber in Deine Kinder investieren möchtest. Das finde ich in Ordnung; es ist Deine Privatsache. So wie’s ausschaut, hast Du diese Meinung nun geändert? Gut, finde ich auch in Ordnung!

Ich bin nicht im BDB, sondern mein Mann. Er ist der Schiffseigner, ich bin „nur“ schon 33 Jahre in der Binnenschifffahrt tätig, liebe meinen Beruf, interessierte mich besonders für Verkehrspolitik und Verbands-, Vereinspolitik.
Mein Mann und ich sind in einigen Schifffahrtsverbänden/-vereinen/-organisationen ehrenamtlich tätig. Sicher kannst Du Dir vorstellen, dass dieses Engagement oft nicht ohne finanziellen Einsatz geht. Z. B. 1 – 2 Liegetage oder Kosten für Ablöser, evtl. Hotelübernachtung, Spritkosten, manchmal Teilnahmegebühr. Dazu kommen im Vorfeld oft noch etliche Stunden für Vorbereitung eines Statements, Fragen für eine Diskussionsrunde, etc., die man (als guter Kaufmann) ja eigentlich auch berechnen müsste.
Nicht immer ist so eine Veranstaltung dann erfolgreich und am Ende bleibt einem nur, zu sagen: „Außer Spesen nix gewesen“, obwohl man richtig Einsatz gebracht hat!
Ich bin z. B. seit 1990 im Vorstand des Schifferkinderheims Würzburg. Unsere Tochter ist längst nicht mehr dort, aber kein Elternteil hat sich bisher dazu bereit erklärt, meinen Posten als Elternvertreter zu übernehmen. Momentan geht’s um die Umwandlung des Heimes in eine Stiftung und bei den schwierigen Entscheidungen sollte immer der gesamte Vorstand anwesend sein. Also fahre ich z.B. morgens um 5.00 Uhr von Linz nach Würzburg, damit ich um 9.00 Uhr pünktlich zum Beginn der Sitzung da bin, nach Ende, gegen 17 Uhr, geht’s wieder nach Linz. Du kannst mir glauben, dass ein solcher Tag recht anstrengend ist; ach ja, und die Spritkosten sind auch nicht gerade „peanuts“.

Zu Deinem Satz aus Beitrag Nr. 592:
Aber, und ich habe schon mal gefragt und keine Antwort bekommen, ihr habt auch eine Mitgliedschaft im BDB, ja sogar in der Partikulierkommision seit ihr vertreten. Was macht ihr dort und was sind eure Erfolge? Höre und lese gerne davon. Ich vermute, und korrigier mich bitte, das ihr nur Mitglied seit aus werbetechnischen Gründen seit und weil es so chick ist. Kann man das eigentlich als Werbung absetzen?

Meine Antwort:
Jeder Partikulier kann eine Einzelmitgliedschaft im BDB beantragen, auch Du.
Schick ist das nicht, es kostet halt Geld, was es uns aber wert ist, weil wir uns aktiv beteiligen möchten und Informationen nicht nur aus 3. Hand haben wollen, oder gar nicht erst dran kommen. (Herr Lava hat doch da mal geschrieben, „ich kenne jemanden, der jemanden kennt . . . )
Das ist zwar jetzt zynisch, aber Deine Frage hat mich dazu veranlasst!

Korrigieren kann ich leider Deine Vermutung
„Ich vermute, und korrigier mich bitte, das ihr nur Mitglied seit aus werbetechnischen Gründen seit und weil es so chick ist. Kann man das eigentlich als Werbung absetzen?“ nicht.
Die Frage kann ich nicht beantworten, denn ich habe sie nicht verstanden, weil ich nicht glauben kann, dass Du so unfaire Vermutungen aufstellst.
Die Mitgliedsbeiträge zu Berufsverbänden (ob BDS oder BDB) kann übrigens jeder absetzen; das meintest Du doch, oder?

„Was macht Ihr dort und was sind Eure Erfolge?“ – Wir trinken Kaffee, essen Schnittchen, machen uns gegenseitig Komplimente und fahren dann wieder nach Hause.
Wärst Du Mitglied im BDB, würdest Du diese Informationen spätestens am übernächsten Tag als Mail bekommen.
Der BDS hat Dir sicher bis vor Deiner Mitgliedschaft auch nicht mitgeteilt, was in deren Sitzungen so besprochen und beschlossen wird. Auch in diesem Verband musst Du Mitglied werden, um an Informationen zu kommen. Ansonsten wäre es auch mehr als unfair gegenüber den Zahlenden.

Und jetzt noch zu meinem Satz „den BDS bejubeln“:

Du schreibst (Beitrag Nr. 586): „Der BDB handelt und fordert nur in seinem Interesse“
Folglich macht’s der BDS nicht!?! Den siehtst Du ja als Deinen Freund und nicht als Deinen Gegner.
Eigentlich kannst Du das noch gar nicht wissen, denn Du bist erst seit einigen Wochen Mitglied.
Du schreibst (Betrag Nr. 576): „Wir müssen einen stärkeren Verband haben. Je mehr Mitglieder z.B. der BDS hat, um so stärker und schlagkräftiger wird er“
Das passt aber auch für den BDB, auch wenn Du ihn als den Gegner siehst.
Was schließe ich folglich daraus? Du bejubelst den BDS!

Ich habe ja schon mal geschrieben, dass ich der Meinung bin, die beiden Verbände müssten zusammengehen. U. a. bräuchte dann keiner mehr für den einen oder gegen den anderen Verband sein.
Wer sich immer nur verteidigen muss, verliert viel Zeit für Sinnvolleres . . .

In diesem Sinne,
noch einen angenehmen Feiertag,
Karin