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Thema: Hebewerk Nr. 1 Houdeng-Goegnies

Baum-Darstellung

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    Standard Hebewerk Nr. 1

    Ich stelle hier noch zwei Bilder des Hebewerks Nr. 1 dazu, entstanden im März 1991.

    Die vier Hebewerke des Canal du Centre östlich von Mons in Belgien sind inzwischen durch das gewaltige Hebewerk in Strépy-Thieu ersetzt worden. Umsomehr freut es mich zu hören, daß die vier alten Hebewerke noch in Betrieb sein sollen.

    Unterhalb des obersten Hebewerks Nr. 1 befand sich damals ein Schiffahrtsmuseum (mit einer hölzernen Penische, einem stählernen Schleppspits und einer Baquet de Charleroi, damals noch im Aufbau und über die Wintermonate geschlossen. Ich durfte aber mal kurz die Nase in die sehenswerte Wohnung in der Schiffsmitte der hölzernen Penische werfen). Nach ein paar Kilometern und ein paar Kurven folgen die Lifte Nr. 2 und 3 dicht hintereinander. Hier waren damals die Treppen am Ufer dermaßen im Verfall begriffen, daß der Durchgang gesperrt sein mußte.

    Unterhalb Lift Nr. 3 folgen eine S-Kurve und eine schöne Drehbrücke, dann dicht aufeinanderfolgend weitere Hubbrücken und schon kurz darauf das vierte Hebewerk. Dort durfte ich damals auch in den Maschinenraum und es war viel Verkehr. Es sieht schon spektakulär aus, so ein Penischenkopf hoch oben in der Luft im Trog! Leider habe ich keine weiteren Fotos machen können - im analogen Zeitalter hatte ich inzwischen keinen Film mehr!

    Weiter unterhalb beginnt dann recht bald die "große Schiffahrt", spätestens ab dem Abzweig zum neuen Hebewerk Strépy-Thieu.

    Übrigens gibt es in dieser faszinierenden Gegend nicht nur das neue Hebewerk in Strépy-Thieu, die vier alten Hebewerke und die Brücken mit der Atmosphäre des 19. Jahrhunderts und das Museum zu besichtigen. Einige Kilometer weiter liegt noch Ronquières mit seinen auf einer schiefen Ebene rollenden Trögen, ferner die stillgelegte Schleusentreppe in diesem Bereich, einen Tunnel gab es dort auch einmal (ich weiß allerdings nicht, ob davon noch etwas vorhanden ist) und das Ganze liegt gleich neben Waterloo, wo 1815 Napoleon endgültig einen auf die Mütze bekam. Und wer immer noch Lust auf mehr hat, kann sich in Charleroi die Kanalkreuzung mitten im Stahlwerk angucken, da ist es so düster, daß es dort sogar ein Rundfahrboot gibt!

    Hier kann man schon einmal Urlaub machen .. wenn die Frau mitspielt!

    Gernot
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