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Buch: Passagierschiffe in Böhmen und Mähren 1841–2021
Titel: Kniha Osobní lodě v Čechách a na Moravě 1841–2021 (Passagierschiffe in Böhmen und Mähren 1841–2021)
Autor: Petr Fiala, Pavel Gejdoš
Verlag
ISBN 978-80-11-01153-6
Kurzbeschreibung:
Erstmals in der Geschichte können sich Verkehrshistoriker in einem einzigen Buch über alle Orte in Tschechien informieren, an denen öffentliche Passagierschifffahrt betrieben wurde oder wird. Gemeint sind Orte, an denen gegen Entgelt Personen auf Flüssen oder Stauseen befördert wurden. Bisher konzentrierte sich die Literatur hauptsächlich auf Schiffe auf der Moldau in Prag oder auf den Flüssen Slapy, Orlík und Lipno. Andere Schifffahrtsaktivitäten in Böhmen und Mähren wurden nicht umfassend in einem Buch behandelt, sondern beispielsweise nur im Rahmen von umfangreicheren oder regionalen Publikationen. Das neue Buch von Petr Fiala und Pavel Gejdoš, „Private Boote in Böhmen und Mähren 1841–2021“, erschien im Mai 2022 im Brünner Verein Kultura & Management. Es umfasst 292 Seiten und enthält 1400 oft einzigartige und bisher unveröffentlichte historische und aktuelle Fotografien und Dokumente (zum Beispiel eine Aufnahme des Brandes des Schiffes Družba auf dem Orlická-Staudamm). Das Buch beginnt mit dem Einsatz des ersten tschechischen Dampfers „Bohemia“ auf der Elbe. 1841 beschlossen der Unternehmer John Andrews und der Schiffbauer Joseph John Ruston, mit der Flotte der sächsischen Reederei zu konkurrieren und verkehrten von Obříství bei Mělník nach Dresden. Neben der weiteren Geschichte der Schifffahrt auf verschiedenen Abschnitten der Elbe und Moldau widmen sich separate Kapitel den Dampfschiffen jener Zeit auf der Ohře in Cheb, dem Macha-See, dem Vranov-Staudamm in der Region Znojmo, dem Baťa-Kanal von Zlín, dem Brünner Staudamm sowie den Staudämmen Hracholusky, Skalka und Jesenice in Westböhmen. An längst vergessene Schifffahrtsbetriebe wird erinnert – etwa auf dem Fluss Svratka vom Brünner Pisárky bis Jundrovo, in Karlsbad, am Mšeno-Stausee bei Jablonec nad Nisou, am Plumlov-Stausee in der Region Prostějov, am Olšovec-Teich im Mährischen Karst, am Seč-Staudamm in der Region Chrudim oder am Bolevec-Teich bei Pilsen. Als Reiseführer stellt das Buch neue und heute funktionsfähige Orte mit der Schifffahrt nach der Samtenen Revolution vor – die Zámecká Dyje in Lednice, den oberen und unteren Novomlýnská-Stausee in der Region Břeclav, den Fluss Morava in der Region Hodonín, die Dalešická-Talsperre, den Rozkoš-Stausee, die neu schiffbare Moldau von Týn nach České Budějovice oder die Prager Čertovka. Das Buch beschreibt außerdem die unterirdische Schifffahrt in den Höhlen von Punkevné und Císařské im Mährischen Karst, motorlose Boote in den Schluchten von Hřensko und im Adršpach-Felsen sowie „Schwimmbrücken“ – Fähren über Flüsse –, die mit Dampf, Seilen, mit Anlegestellen oder modern motorisiert betrieben werden. Auch Schiffswracks aus der Zeit der Schifffahrt, nautische Sammlerstücke und eine Auswahl herausragender Beispiele der Wasserstraßenarchitektur werden erwähnt. Das letzte Kapitel stellt ausgewählte interessante Schiffe, ihre technischen Daten und ihre Geschichte vor. In den einzelnen Abschnitten des Buches wird auf weiterführende Literatur anderer Autoren verwiesen.
Zum Buch
Gruß Thomas
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