Eigentlich gibt es zu diesem Thema bereits mehrere Ausarbeitungen (siehe unten "Quellen"), doch es tauchen immer noch neue Fotos und Erkenntnisse auf. Somit sind manche Aussagen überholt und daher neu zu fassen.
Diese Ausarbeitung wird aus mindestens 4 Teilen bestehen:
I.) Hintergründe
II.) Vorgängerschiffe
III.) Die ursprünglichen N-Schlepper von 1941 bis 1945 und ihr Verbleib
IV.) Die Nachbauten an der Donau und ihr Verbleib
I.) Hintergründe zu diesem Thema und dem Bau der N-Schlepper
1.) Veranlassung
Als wohl letzter Vertreter der "N-Schlepper" dürfte den meisten Interessierten das Museumsschiff FREUDENAU in Regensburg bekannt sein.
Das Binnenschifferforum ist auch in diesem Falle der geeignete Ort, die Geschichte der N-Schlepper sowie deren Nachbauten weiter zu erforschen.
Etwaige Ähnlichkeiten zu dem Beitrag über die O-Schlepper bzw. der Z-Schlepper sind weder zufällig, noch beabsichtigt, sondern unvermeidbar..............
2.) Quellen
Insgesamt 13 Quellen (Q1 bis Q13) liegen diesem Beitrag zugrunde:
Q1: Schiffbau an der Donau 1941-45 (Csikos, Stefan), Deggendorf 1973, Ausarbeitung, Manuskript
Q2: Die Reichsbauten (Kap. Abfall, Karl), Regensburg 1986, Ausarbeitung, Manuskript
Q3: Schiffahrt und Schiffbau an der Donau im Zweiten Weltkrieg (Winkler, Herbert), in: Marine - Gestern, Heute - 1988, Seite 118 bis 123
Q4: Erinnerungen an die Motorzugschiffe der "-au Type" (Kap. Steindl, Otto), in: in: Marine - Gestern, Heute - 1988, Seite 16 bis 18
Q5: Motorschlepper der Donau aus einem Sonderprogramm (Betz, Helmut), in: Schiffahrt und Technik 4/96 Seite 36 bis 45
=> sehr ausführliche Darstellung, enthält allerdings einige Fehler, bzw. gibt es mittlerweile neue Erkenntnisse
Q6: Die rumänische Donauflotte (Betz, Helmut), in: Schiffahrt und Technik 17/85
Q7: Historisches vom Strom Band VII Der Main-Donau-Kanal und die Donauschiffahrt (Betz, Helmut), Krüpfganz 1992
Q8: Fremde Werften in deutscher Hand / Folge VI: Österreich und Ungarn (Schmelzkopf, Reinhart), in: Strandgut 19
Q9: Die "Reichsprogramme" und der "N-Typ" sowie Die FREUDENAU und ihre 21 Schwesterschiffe (Ehm, Rainer), in: Donau-Rundschreiben 19 [Regensburg 1998]
Q10: Ordner BL, Navrom, DDSG, MHRT und Comos von Hans Rindt, Augustin Gloß und Karl Abfall
Q11: Dem N-Typ nachgebaute Motorzugschiffe der NAVROM (Kap. Abfall, Karl), Regensburg 1990, Ausarbeitung, Manuskript (unveröffentlicht).
Q12: Excel-Tabellen der Donaureedereien von Erwin Hauke ("Haubentaucher")
Q13: Raddampfer, Motorschiffe und Schleppzüge von Klaus Heilmeier, Regensburg 2018
3.) Allgemeines zu den N-Schleppern
Gemäß Q9 wurde im Rahmen des "Donau-Sofortprogramm 1939" vom Reichsverkehrsministerium in Berlin der Bau von 52 Motorschleppern, 150 Tank- und 100 Güter-Kähnen angeordnet.
Das Technische Büro der DDSG in Wien hatte die zentrale Leitung für Projektierung und Bau. Hier wurden 5 Typen von Motorzugschiffen entwickelt:
N-Typ
R-Typ (Radmotorschlepper)
NU-Typ (vergrößerter N-Typ; U steht wohl für Ungarn)
Z-Typ (für mittlere und untere Donau; Z steht wohl für "Zürich"; dies war das Musterschiff
O-Typ (für untere Donau)
Vorläufer N-Typ:
Kapitän K. Abfall schreibt dazu in Q2 (auszugsweise):
Beim Anschluss Österreichs an das Großdeutsche Reich 1938 lagen die DDSG-Motorzugschiffe ROMULUS und REMUS in der Korneuburger Werft vor der Fertigstellung. REMUS wurde sofort durch die Kriegsmarine übernommen und ALBERICH benannt. ROMULUS kam 1943 an die Kriegsmarine als GUNTHER. 1940 erfolgte die Indienststellung des Schwesterschiffes TRAUN durch die DDSG, die TRAUN kam 1942 an die neugegründete kroatische Schiffahrt Hribrod als ZAGREB. Das Schiff ist im Krieg verloren gegangen. (...).
Dieser Typ diente als Vorbild beim Bau des N-Typs. Die technischen Daten des N-Typs:
L = 46,6 m
B = 7,2 m
T = 1,5 m
2 x 410 PS
Bugversteifung zum Eisbrechen, Kortdüsen.
Die letzten beiden Schiffe des N-Typs HIRSCHENAU und HOHENAU der COMOS waren mit Gasgeneratoren ausgerüstet, daher waren sie um 3 m länger. Die Motoren des N-Typs kamen von den Werken Deutz, MAN, MWM und Sulzer.
---------------------- wird fortgesetzt ------------------------------------------------
Foto:
Eines meiner Lieblingsfotos eines N-Schleppers: Am 30. Juli 1972 fotografierte DDSG-Dir. Franz Dosch PERISTER (ex N 10 BREMEN)mit 3 Anhängen bei Traismauer.