bei jedem Transporter, ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft, ist falsche Beladung oder Überladung fahrlässig und Grund für fatale Folgen.
im Falle der WALDHOF war beides gegeben.

"...... wollte man aber gerne mehr Ladung befördern" unterstellt, daß nicht Unwissendheit, sondern Vorsatz bzgl. der Überladung gegeben war; sollte die falsche Beladung auch vorsätzlich gewesen sein?
ich glaube: ersteres ja, zweites ungenügendes Fachwissen.

der Untersuchungsbericht empfiehlt in mehreren Punkten bessere Ausbildung des Personals; dies erscheint mir, speziell im Hinblick auf die WALDHOF-Havarie, ein sehr wichtiger Aspekt und Ansatz für die Zukunft; ungelernte Leute und interessierte Quereinsteiger mit Gefälligkeitspatent dürften kein Schiff führen, wenn sie auch noch so billig zu haben sind.

die Binnenschifffahrt hat einen guten Ruf als u.a. sicheres Transportmittel zu verlieren; fast täglich ist von mehr oder weniger heftigen Havarien zu lesen/hören, fast immer ist "menschliches Versagen", also falsches Handeln der Besatzung die Ursache; all dies ist nur durch gut ausgebildetes und motiviertes Personal zu verhindern.

warum die WALDHOF über- und falsch beladen war weiß ich nicht, aber die Havarie wäre bei ordnungsgemäßem Betrieb des Schiffes nicht passiert.

auch sollte der gewaltige Schaden, der durch die Liegezeit anderen Schifffahrtstreibenden entstanden ist, nicht außer acht gelassen werden (dies ist für Angestellte und öffentlich Bedienstete primär natürlich kein Thema).

alle nicht als Schiffsführer aktive Mitleser sollten sich weiteren Spekulations- und Theoriekommentaren enthalten.