Nachtrag: ach ja, so funktionierte das damals (lt. Broschüre) mit den Schaluppen: Sie wurden entweder an Schleppverbände gehängt oder per LKW nach Boppard gefahren, wo sie auf die Bahn verladen wurden.
Und weiter (diesmal wieder Zitat): 'Bis 1950 haben 3000 Schaluppen die SCHOTTEL-Werft verlassen. Pro Tag werden zwei bis drei Beiboote gefertigt – mittlerweile in fünf verschiedenen Typen. Nur noch 50 Stunden brauchen die Mitarbeiter für ein Exemplar, vor dem 2. Weltkrieg benötigten sie 150 Stunden. Längst ist die Schaluppe auch mit Motor erhältlich – dem Schottin-Antrieb. Damit Motor und Wellenanlage beim Rudern nicht die Fahrt hemmen, sind sie in vertikaler Richtung schwenkbar und werden in einen im Luftkasten angebrachten Schacht versenkt. Im Juli 1962 heißt es in einem Zeitungsartikel: 'Unängst wurde die 8000ste nummerierte Schaluppe fertiggestellt; dieses Beiboot ist die seit Kriegsende ohne Konstruktionsveränderung meistgebaute Schaluppe der Welt.' Insgesamt wird die SCHOTTEL-Werft mehr als 16000 Schaluppen produzieren. 1973 verabschiedet sich die Werft von der Schaluppe. Nachdem sich das Unternehmen mehr und mehr auf die Fertigung von Schiffsantrieben spezialisiert hat, wird die Schaluppensparte an eine Werft an der Mosel verkauft.'




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