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Thema: Schifffahrtsgewerbe reagiert massiv verärgert auf Streikaufruf

  1. #71

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    Hallo Oderaner


    Zitat Zitat von Oderaner Beitrag anzeigen
    Ihr beklagt Euch das jetzt erst, nach dem Hochwasser, gestreikt wird. Euch ist bestimmt vor ein paar Tagen aufgefallen das die Beschäfftigten der WSV im Hochwasserdienst waren und so auch Schaden von den von euch befahrenen Wasserstraßen genommen haben.
    Ach was haben den die WSV da so gemacht?
    Hat man in den Medien gar nichts von mitbekommen,
    das waren alles freiwillige Helfer die die Deiche gesichert haben.
    Und soweit ich weiß ist die WSV gar nicht für die Deiche zuständig.
    Sicherlich ist es auch nötig die Fahrrinne nach dem Hochwasser zu überprüfen,
    dann frage ich mich aber warum passiert das erst wenn der HSW unterschritten wurde und nicht schon mal vorher?


    Zitat Zitat von Oderaner Beitrag anzeigen
    Das Ziel unter den jetzigen Bedingungen der geplanten Reform eine Arbeitsplatzsicherheit zu erreichen ist nicht zu viel verlangt.!
    Sinn und Zweck eines Streikes ist nun mal das sich letztendlich die Betroffenen beschweren und somit Einfluss auf die zu erwartenden Entscheidungen nehmen.
    Und wer glaubt das sich die Beschäftigten eine GOLDENE Nase verdienen sollte bitte in die Tarifverträge sehen.
    Jetzt hast du dich aber weit aus dem Fenster gelegt,
    während des Bestehens eines Tarifvertrages herrscht Friedenspflicht somit wäre der Streik eindeutig rechtswidrig.
    Des Weiteren könnte der aktuelle Streik den Grundsatz der Tarifeinheit verletzen.


    Zitat Zitat von Oderaner Beitrag anzeigen
    Die Bediensteten der WSV tuen alles um Euch die Schifffahrt zu ermöglichen!
    Nur diesen Slogan der WSV wiederzugeben reicht nicht,
    ich kann mir auch nette Werbesprüche ausdenken.
    Macht die Schifffahrt endlich möglich wir warten darauf,
    übrigens nicht erst seit gestern!


    VG Padler

  2. #72

    Deutschland Binnenschiffer verurteilen Streik als unangemessen hart

    Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) hat den auf eine Woche ausgelegten Streik an den Schleusen als unangemessen hart kritisiert.

    Binnenschiffer verurteilen Streik als unangemessen hart
    https://binnenvaartlog.nl

  3. #73

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    Hi Axel
    Ich wüsste nicht warum ich es auf meine Rechnung machen sollte, ich repariere ja auch keine Autobahnen und bin kein Energieversorger. Der Bund könnte (sollte) die Bewirtschaftung der Wasserstraßen privatisieren. Wird 100% günstiger und es würden weniger Profis mit schwererem Material "mehr Meter" machen. Hier geht es doch um Besitzstandwahrung in der Komfortzone "Öffentlicher Dienst"..... Ist nur meine Meinung und muss nicht geteilt werden ;-)
    Gruß Thomas

  4. #74

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    Hallo Jürgen II

    Zitat Zitat von Jürgen II Beitrag anzeigen
    könnte aber sein. Es gibt da ein altes Sprichwort: "Wie du kommst gegangen, wirst du auch empfangen"
    Wie meinste das denn jetzt?
    Das oben war natürlich nur Stichwortartig.
    Selbstverständlich sind die Funksprüche immer höflich.

    Nur wenn ich den Schleusenmeister 3mal "wecken" muss,
    finde ich das eben nicht mehr lustig.

    Hier im Forum wurde vom Schleusenmeister gesagt er müsse den Schleusenvorgang überwachen,
    warum sieht er dann nicht das das Schiff Fest hat,
    oder das der Wasserspiegel ausgeglichen ist,
    oder das Tor geöffnet ist???


    VG Padler

  5. #75
    Avatar von Robert67
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    Dann wartet doch mal ab, bis alles privatisiert und ferngesteuert ist.
    Eins kann ich euch vorher schon mal sagen.
    Schneller wird dann niemand geschleust.
    Eher langsamer, die Antriebe in der Geschwindigkeit gedrosselt, warten bis die 2. Kammer des Bedieners fertig ist, usw.
    Bei Störungen kann man dann auf die Rufbereitschaft warten, welche im Extremfall erst mal 100km Anfahrt hat.
    Und billiger, haha, billiger werden die Kanalgebühren sicher nicht.
    Im Moment decken die Einnahmen kaum 30% vom laufenden Betrieb.
    Da ist noch keine Unterhaltung, kein Neubau, nix dabei!

    Klar, den Rasen mähen Fremdfirmen auf den Schleusengeländen billiger.
    Kein Problem, kommt eine ausländische Firma mit Osteuropäern als Subunternehmer.
    Stark.
    Wir haben ja nur ein paar Mio. Arbeitslose selber im Land.

    Und wenn ihr meint, wenn unsere Streckenarbeiter und Fahrzeugbesatzungen erst mal endlich alle weg sind, dann wird alles besser, das glaube ich kaum.
    Dann ist nämlich keiner mehr da, der die Kenntnisse hat, einen Notverschluss zu stellen, abzustreifen, Peilfahrten nach Hochwasser zu machen, kurzfristig ausbaggern und ähnliche Dinge.

    Und wenn die Jungs im Winter den ganzen Tag draussen sind bei Wind und Wetter, dann kommen die Schlaumeier, die im geheizten und klimatisierten Steuerhaus sitzen und maulen, das da ein paar Mann am Feuer stehen!



    Bei einem Lohn, für den ihr nicht aufstehen würdet!

    Also ehrlich.

    PS:
    Beim Schlammspritzen und aufräumen nach Hochwassern könnt ihr ja dann mit anfassen, das es schneller wieder weiter geht!
    Wir haben dann nämlich dafür kein Personal mehr.
    Und eure abgerissenen Reibhölzer und Taue könnt ihr dann auch selber rausfischen.

    PS2:
    Komisch, in Holland mault keiner rum, wenn nicht prontopresto das Tor hinterm Flaggenstock zu geht.
    Oder die Order kommt die Maschine abzustellen.
    Da traut sich das dann keiner, schon merkwürdig.
    Geändert von Robert67 (09.07.2013 um 21:34 Uhr)
    Gruss
    Robert

  6. #76

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    Hallo Robert67,
    "Bei Störungen kann man dann auf die Rufbereitschaft warten, welche im Extremfall erst mal 100km Anfahrt hat."
    Als wir vor einigen Wochen samstagmorgens in Henrichenburg schleusen wollten, meinte der Schleusenbedienstete, das Tor ginge nicht, er können nicht schleusen. Auf unsere Frage, wann wir denn wieder schleusen könnten und wann ein Elektriker käme, meinte er, "Montagmorgen kommt ein Techniker und schaut mal nach". Unsere Frage, ob er denn nicht selbst mal nachschauen könne, wurde mit "nein, ich darf da nicht ran!"
    Soviel bereits heute zu "Rufbereitschaft und im Extremfall erst mal 100 km Anfahrt"

    Einen schönen Abend wünscht
    Karin
    Geändert von Gerhard (11.07.2013 um 01:54 Uhr) Grund: Schriftfarbe geändert
    Glück ist, wenn man Pech hat und's nicht merkt

  7. #77

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    Zitat Zitat von Robert67 Beitrag anzeigen
    Dann ist nämlich keiner mehr da, der die Kenntnisse hat, einen Notverschluss zu stellen, abzustreifen, Peilfahrten nach Hochwasser zu machen, kurzfristig ausbaggern und ähnliche Dinge.
    Die Jungs könnten sich mit ihrem Fachwissen doch bei den Privatfirmen bewerben, somit würde ihr know-How nicht verloren gehen. Nur beim gemütlichen Kreis ums Feuer wäre es nicht mehr so gesellig

    Zitat Zitat von Robert67 Beitrag anzeigen
    Bei einem Lohn, für den ihr nicht aufstehen würdet!
    die Jungs haben sich ihren Job selbst ausgesucht, bei der WSV wird ja keiner zwangsrekrutiert

    Zitat Zitat von Robert67 Beitrag anzeigen
    Beim Schlammspritzen und aufräumen nach Hochwassern könnt ihr ja dann mit anfassen, das es schneller wieder weiter geht!
    Das haben wir ruckzuck mit der Freiwilligen Feuerwehr selbst erledigt


    Zitat Zitat von Robert67 Beitrag anzeigen
    Komisch, in Holland mault keiner rum, wenn nicht prontopresto das Tor hinterm Flaggenstock zu geht.
    Oder die Order kommt die Maschine abzustellen.
    Da traut sich das dann keiner, schon merkwürdig.
    Vielleicht sind dort mehr ehemalige Fahrensleute beschäftigt die praxisbezogene Anweisungen geben und weniger Bürokraten die nur nach Handbuch und Dienstvorschrift arbeiten
    Gruß Thomas

  8. #78
    Avatar von Robert67
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    Zitat Zitat von Ausstellungsschiff Beitrag anzeigen
    Hallo Robert67,
    "Bei Störungen kann man dann auf die Rufbereitschaft warten, welche im Extremfall erst mal 100km Anfahrt hat."
    Als wir vor einigen Wochen samstagmorgens in Henrichenburg schleusen wollten, meinte der Schleusenbedienstete, das Tor ginge nicht, er können nicht schleusen. Auf unsere Frage, wann wir denn wieder schleusen könnten und wann ein Elektriker käme, meinte er, "Montagmorgen kommt ein Techniker und schaut mal nach". Unsere Frage, ob er denn nicht selbst mal nachschauen könne, wurde mit "nein, ich darf da nicht ran!"
    Soviel bereits heute zu "Rufbereitschaft und im Extremfall erst mal 100 km Anfahrt"

    Einen schönen Abend wünscht
    Karin
    Na dann kann es ja nur noch besser werden.
    Schon mal überlegt, ob das nicht schon die ersten Anzeichen vom Personalmangel sind?
    Gruss
    Robert

  9. #79

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    Vermutlich liegt die Wahrheit wie meistens, in der Mitte. Robert hat sicher einige valide Punkte, aber das mit der Komfortzone "ÖD" ist oft nicht von der Hand zu weisen.
    Gruß Thomas

  10. #80
    Avatar von Robert67
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    Zitat Zitat von ThomasM Beitrag anzeigen
    Vermutlich liegt die Wahrheit wie meistens, in der Mitte. Robert hat sicher einige valide Punkte, aber das mit der Komfortzone "ÖD" ist oft nicht von der Hand zu weisen.
    Wir habe halt auch ruhige Zeiten und dann wieder ein Haufen Scheiss an der Backe.
    Nur ohne fähiges Stammpersonal sind viele Aufgaben nicht machbar.

    Und wenn die Lehrlinge nur noch Zeitverträge bekommen und danach gehen müssen, ist das auch nicht gerade hilfreich.

    Das der Wasserkopf etwas gross geraten ist bestreiten wohl niemand.
    Gruss
    Robert

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