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Thema: Diskussion zum Monopol Schleppbetrieb

  1. #41
    Moderator Avatar von McRonalds
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    @Norbert; interessant zu wissen wäre, wie man mit der Motorisierung der Schleppkähne umging. Das begann bereits in den 30er, aber das hatte keinen wirklich gravierenden Umfang. Aber später ab Anfang der 50er nahm das rasend zu...

  2. #42
    Moderator Avatar von Norbert
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    Zitat Zitat von McRonalds Beitrag anzeigen
    @Norbert; interessant zu wissen wäre, wie man mit der Motorisierung der Schleppkähne umging. Das begann bereits in den 30er, aber das hatte keinen wirklich gravierenden Umfang. Aber später ab Anfang der 50er nahm das rasend zu...
    @ ronald, die Motorschiffe benötigten Anfangs ein Ausnahmegenehmigung zum befahren der Kanäle. Als 1939 der DEK unter das Vollmonopol kam, durften GMS die Kanäle uneingeschränkt befahren.
    Nach dem 2. Weltkrieg nahm die Zahl der GMS und der Umbau von Schleppkähnen zu GMS rasant zu. Damit sank die Zahl der Schleppaufträge, was letztlich zum Schlussstrich unter das Schleppmonopol durch den Deutschen Bundestag führte.
    Zu fällen einen schönen Baum, braucht 's eine halbe Stunde kaum.
    Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk' es, ein Jahrhundert.

    Eugen Roth

  3. #43
    Moderator Avatar von McRonalds
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    Zitat Zitat von Norbert Beitrag anzeigen
    Als 1939 der DEK unter das Vollmonopol kam, durften GMS die Kanäle uneingeschränkt befahren.
    Eventl. bereits eine Folge der Kriegswirtschaft (bzw. der folgenden Kriegswirtschaft...)?

  4. #44
    Moderator Avatar von Norbert
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    Zitat Zitat von McRonalds Beitrag anzeigen
    P.S.: Anderes Thema, aber interessant ist das westdeutsche Kanalsystem auch als 'Wasserversorger' - wobei das letztlich auch (im geringeren Maße) der MDK macht.
    @ ronald,

    das Westdeutsche Kanalnetz ist als riesige Fernwasserleitung anzusehen. Der Wasserhaushalt im DEK, DHK, RHK und WDK im Zusammenspiel mit den Flüssen Ruhr, Lippe und der Rhein ist absolut komplex und würde hier den Rahmen sprengen.

    Die genannten Kanäle sind Multifunktionsfähig. Sie sind Bundeswasserstraßen, Fernwasserleitungen, Naherholungsgebiet und auch Badeanstalt. Versuch das mal mit einer Autobahn oder ICE Trasse.

    Das nur kurz zu diesem Thema.

    Gruß Norbert
    Zu fällen einen schönen Baum, braucht 's eine halbe Stunde kaum.
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    Eugen Roth

  5. #45
    Moderator Avatar von McRonalds
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    Zitat Zitat von Norbert Beitrag anzeigen
    Das nur kurz zu diesem Thema.
    @Norbert; also mich interessiert das. Gibt's irgendwo eine Übersicht wie das Wassersystem funktioniert? Ich nehme an das geht (im Gegensatz zum MDK) nicht nur in einer Richtung. Gruß - Ronald;-)

    P.S.: Gehört nicht zu Monopol, aber wo wir gerade mal dabei sind...

  6. #46
    Moderator Avatar von Norbert
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    Eugen Roth

  7. #47

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    Hallo,

    erlaube mir einen kleinen Einwurf zu #42: zu einer Reise von Duisburg nach Minden in 1959 durfte ich nur einen Tiefgang von 1,80 m nutzen weil ich 9,50 m breit war. Währen der Fahrt stellte sich das auch höchstnotwendig dar weil an vielen Streckenabschnitten die Böschungen noch Kriegsschäden zeigten.

    Gruß, Walter

  8. #48
    Moderator Avatar von Norbert
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    Hallo Walter,

    danke für die Ergänzung. Es geht nichts über Zeitzeugen.

    Gruß Norbert
    Zu fällen einen schönen Baum, braucht 's eine halbe Stunde kaum.
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    Eugen Roth

  9. #49
    Avatar von VINI
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    Die Problematik der Wasserversorgung der Industrie, ist wesentlich komplexer.

    "Die Talsperren des Ruhrgebiets sind, wie alle Anlagen dieser Art
    in der Rheinprovinz und Westfalen, aus eigenen Kräften der Bevölkerung, ohne Inanspruchnahme staatlicher Mittel, errichtet worden.
    Im Bergischen Lande und im Ruhrgebiet ist die ursprüngliche Heimat der rheinisch-westfälischen Eisenindustrie.
    In diesen Gebirgstälern reiht sich seit alten Zeiten ein Werk an das andere, das
    Wasser der Bäche zum Betriebe von Hammer- und Walzwerken, Schmieden, Pressen, Drahtziehereien usw. ausnutzend.
    Im Wettbewerb mit der immer mehr erstarkenden Grossindustrie nördlich
    der Ruhr litten die vielfach nur kleinen Werke sehr unter dem Wassermangel in der trockenen Jahreszeit, der sie zu Betriebseinschränkungen oder zur Anlage teurer Dampfhilfsbetriebe nötigte."
    Kanns mir nicht verkneifen, ja ja der Klimawandel.

    In diesem Abschnitt ging es um die Wasserversorgung, aber es geht noch weiter.

    "In welchem Umfang die Schiffbarkeit der Weser durch die Zuschüsse aus dem Sammelbecken erhöht wird, ist aus dem nachstehenden Vergleich der Fahrwassertiefen bei Mittelkleinwasser vor und nach Fertigstellung der Waldecker Talsperre zu ersehen.

    Fahrwassertiefen bei Mittelwasser
    Münden vorher 0,75 m nachher 1,10 m
    Hameln vorher 1,00 m nachher 1,25 m
    Minden vorher 1,25 m nachher 1,41 m
    Hoya vorher 1,35 m nachher 1,52 m
    Unterhalb der Allermündung vorher 1,50 m nachher 1,55 m"

    Es ist so komlex, das ich es bei diesem Auszügen belasse.

    Zwei Gedanken möchte ich dennoch im Zusammenhang mit den Kanalbauten erwähnen.

    Technik

    Unsummen mussten in Technik investiert werden, um A die Kanäle zu bauen und B die Technik dafür zu haben um die Kanäle und Flüsse instandhalten zu können.
    Ich habe Listen über unterschiedliche Bagger und Sauger, vielleicht schaffe ich es mal auf dieses Thema einzugehen.

    die Häfen

    Von Duisburg bis Emden wurden die Häfen umgebaut und vergrößert, um für die Zukunft ausreichende Kapazitäten zu besitzen,
    um dem Zuwachs an Warentransporte gerecht zu werden.
    Stellvertretend für alle Häfen sei hier mal Emden mit den Kostete 22.880.000,00 M genannt.

    und und und.

    Und zum Schluss ein versuchter Vergleich.
    Der Oder Havel Kanal wurde gebaut, benötigte aber nicht eine so eine komplexe Infrastruktur.
    Die Kosten waren nicht so exorbitant, wie bei den westdeutschen Kanalsystemen.
    Er war nicht so groß, denn die Finow Maßkähne waren kleiner.
    Ob sich auf dem Havel Oder Kanal, bei dem geringeren Transportumfang (gegeüber den westdeutschen Kanälen),
    ein Schleppmonopol rentiert hätte ist wahrscheinlich auch fraglich.
    Das Schleppmonopol war immerhin für meherere Kanäle zuständig.
    Mal als Info, für die damaligen Gegner eines Schleppmonopols, die den Oder Havel Kanal gerne als Beispiel nahmen.

    So nun ist genug, ich bin beim Monopol erst bei 1928, dann kommt Monopl und Kortdüse,
    Schlepperneubauprogramm mit allen Hindernissen.
    Der II WK mit den katastrophalen Folgen für das Schleppmonopol.

    @Walter, da bin ich weiterhin auf deine Beiträge gespannt.

    Und schließlich die Nachkriegzeit bis zur Schließung des Bundeschleppbetriebes.

    MfG
    Peter

  10. #50
    Moderator Avatar von McRonalds
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    @Vini (und natürlich auch andere Monopol-Forscher [klingt wie Nordpol-Forscher, aber die Zeit ist lange vorbei]): sorry wenn ich noch mal 'rückwärts insistiere', aber ich möchte deine interessante Story nicht nur lesen, ich möchte sie auch verstehen. Es geht jetzt erst mal um deine erste Liste von 1914 -> hier (angehängte Datei).

    Mir sind dazu einige Fragen eingefallen:

    Du schreibst unten in der Fußzeile, dass 36 Schlepper in Duisburg gemeldet waren und 12 in Hannover. Aus den Namen geht das aber nicht hervor - fast alle tragen vorne den Buchstaben M. Na gut, es fehlen 8 Stück...

    Die #111 gibt's 2 mal. Einmal als H 111 und einmals als M 111 (sind auch unterschiedliche Bauwerften). Das dürfte doch eigentlich gar nicht sein, oder?

    Worin besteht der Unterschied in der Monopol Registratur und dem Schiffsnamen. Meist ist er ja gleich, aber in einigen Fällen eben nicht.

    D 121; D 584 und D 122; D 236 verstehe ich nicht. Wurde das Schiff umbenannt? Und wenn ja, warum?

    Und letzte Frage; Das ist die Liste mit der Monopol sozusagen begann? Oder hat Monopol so etwas nie veröffentlich und nur Zahlen genannt?

    Gruß & schon mal Dank - Ronald;-)

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