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Für mich bleibt ein Frage offen: Warum werden die Wasserstraßen, die dazugehörigen Brücken und natürlich die Binnenschiffahrt so stiefmütterlich behandelt?
@VINI; die Frage hat die Geschichte bereits beantwortet, denn irgendwann (weiss nicht mehr wann es in Deutschland soweit war) setzte man konsequent auf den Straßenverkehr - und der machte dann eben ALLES nieder. Letztlich ist alles heute der Straße untergeordnet (wie wir bauen, wie wir arbeiten, wo wir leben, wie wir unsere Freizeit gestalten...) Da hatten Eisenbahn und (Binnen)-Schifffahrt nichts entgegen zu setzen, obwohl sie in früheren Zeiten eine ähnliche Bedeutung hatten, wenn auch nicht SOOOOO krass.

Das 'Monopol' (es gab noch andere Monopole in der Binnenschifffahrt, aber das gehört in andere Themen) fiel in die Endphase der großen Zeiten des Kanalbaus. Wenn ich manchmal so über den Bayerischen Bruder (MDK) des Westdeutschen-Kanalsystems nachdenke, der ja nun EINDEUTIG zu spät kam, frage ich mich manchmal ob die Fertigstellung richtig war - besonders (wie VINI bereits schreibt) für Pflege und Instandsetzung nur noch das Nötigste aufgewendet wird. Und ein Kanal ist eine sehr sensible Angelegenheit. Ob die damaligen Befürworter des Kanals sich hätten träumen lassen, das er mal zu einen großen Teil für Tourismus genutzt wird? Ich glaube nicht (Dieter Hildebrandt machte in seiner legendären Sendung über den MDK darüber so gar Witze)!

Gruß & Dank für die interessante Diskussion - Ronald;-)

P.S.: Anderes Thema, aber interessant ist das westdeutsche Kanalsystem auch als 'Wasserversorger' - wobei das letztlich auch (im geringeren Maße) der MDK macht.