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Thema: Werft Josef Becker, Schottel Werft und der Schottelantrieb

  1. #1
    Moderator Avatar von McRonalds
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    Deutschland Werft Josef Becker, Schottel Werft und der Schottelantrieb

    Hallo Binnenschifffreunde,
    so - damit über das Thema nicht ständig an diversen Orten diskutiert wird (ich weiss, ich bin auch daran beteiligt!) gibt's heute ein eigenes Thema dafür. Hier kann alles zu der Werft und deren berühmten Schottelantrieb rein. Ich werde mich in Kürze auch ein bisschen dazu auslassen (besonders zur Vorgeschichte, denn die hat interessante Verbindungen zum Main), aber erst mal muss ein Thema gesetzt werden. Wer fängt an?!
    Gruß - Ronald;-)

  2. #2
    Moderator Avatar von McRonalds
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    Okay, ich mach' mal den Anfang mit dem ersten 'richtigen' Schiff von Josef Becker. Eigentlich schade dass der nimmer fährt. Ich habe über ihn in Chronik der Schottel-Werft gelesen und das war (unter dem Namen MARKSBURG) das erste Schiff der Werft, die damals noch Josef Becker hieß und in Niederspay beheimatet war. Erst 1935 zog man an den Stromabschnitt Schottel um (daher der 'neue' Name). Ein Bild vom Stapellauf(?), ebenfalls aus der Chronik, will ich Euch nicht vorenthalten. Es ging über die Ufermauer und den Treidelpfad (sagt man so am Rhein?) zum Fluss hinunter. Guckt da eine Schulklasse zu?! Also ich hätte das Schiff nicht wieder erkannt.

    Ach ja, einen Datensatz haben wir natürlich auch in unserer Datenbank...

    ...so, das war der Start!

    Gruß - Ronald;-)
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  3. #3
    Moderator Avatar von McRonalds
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    Ich habe aus der Broschüre mal den Text zum Schottelantrieb heraus kopiert:

    'Nach dem Krieg sucht Firmenchef Josef Becker nach der Lösung eines Problems, an dem er seit Jahren werkelt: In Lastkähnen, Fähren und Motorbooten nimmt die Antriebseinheit zu viel Platz ein. Er sucht nach einem System, das sich platzsparend integrieren lässt, einfach auszubauen und zu warten ist und sich besser manövrieren lässt. Bereits um 1870 hatte der amerikanische Oberst Mallory am Problem der mangelnden Manövrierfähigkeit bestehender Schiffsantriebe gearbeitet und einen Lenkantrieb für Dampfschiffe konstruiert. 1919 folgte ihm Victor Alten mit der Idee eines Ruderpropellers, der über einen 180 Grad drehbaren Propeller verfügt. Vermutlich ohne die Entwürfe von Mallory und Alten zu kennen, beginnt Josef Becker erste Skizzen anzufertigen. Als Ausgangspunkt seiner Überlegungen nimmt er den bekannten Außenbordantrieb, bekannt als Z-Antrieb [ich glaube dieser Ausdruck ist im Forum schon sehr häufig gefallen]. Wieder und wieder zeichnet, verwirft und verbessert er seine Konstruktion, bis er schließlich die Lösung findet: einen Z-Antrieb ohne separates Ruderblatt mit einem 360 Grad, endlos um die eigene Achse steuerbaren Propeller.

    Als Mann der Praxis studiert Josef Becker das Reaktionsverhalten seiner Erindung zunächst an Miniaturmodellen in der Badewanne[sic!], bevor er ein erstes Großmodell mit Kegelrädern alter Lkw-Autoachsen [angeblich US-Militärbestand] konstruiert. 1950 wird schließlich das firmeneigene Boot MAGDALENA mit dem ersten Ruderpropeller (150 PS) ausgestattet, und zwei Jahre später ist Josef Becker am Ziel: 1952 erhält die Werft von der Rheinland-Pfalz Wasserschutzpolizei den Auftrag für vier Polizeiboote, die ersten, die mit dem neuen Antrieb ausgestattet werden.

    Mit dem Ruderpropeller betritt Josef Becker vollkommenes Neuland. Erstmals steht einem Schiff die volle Kraft seiner Antriebsmaschine zum Manövrieren zur Verfügung, ohne dass ein separates Ruder notwendig ist. Dabei zeigen sich erstaunliche Fahreigenschaften: Die Polizeiboote, die im Mittel bis zu 16 Knoten schnell fahren, haben dank des Ruderpropellers bei voller Fahrt einen Drehkreis von nur 1,5 Bootslängen und können bei geringer Fahrt fast auf der Stelle wenden. Eine Propellerdrehung von 180 Grad genügt, um mit dem Schiff beinahe übergangslos von 'voll voraus' auf 'voll rückwärts' zu gehen.

    Anders als seinen Vorgängern gelingt Josef Becker damit der entscheidende Schritt: Er bringt seine Idee, die er 1955 patentieren lässt, zur Marktreife und schafft die Grundlage für zahlreiche Entwicklungen im Schiffbau, die höchste Manövrierfähigkeit voraussetzen.

    Ein Jahr nach ihrer Inbetriebnahme sind die SCHOTTEL-Polizeiboote während der verheerenden Flutkatastrophe in den Niederlanden im Einsatz und erregen dort aufgrund ihrer enormen Manövrierfähigkeit Aufmerksamkeit. Von dem damals sensationell neuen Konzept überzeugt, bestellen die niederländische Wasserstraßenbehörde, der niederländische Zoll sowie die 'Rijkspolitie te Water' Boote mit dem neuartigen Antrieb. Dies ist der internationale Durchbruch. Kurze Zeit später folgt der erste Großauftrag durch die französische Rheinarmee, die 15 Schiffe ordert. Damit ist der Grundstein gelegt für die einzigartige Erfolgsgeschichte des SCHOTTEL Ruderpropellers und für die weltweite Expansion des Unternehmens.'

  4. #4

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    morgen ronald,
    habe gestern,nachdem ich auszug aus deiner brochüre gelesen hatte ,mal im combi schottel gedrückt,
    dabei kommt das geschäft der werft,werdegang alles aufs bild,also ich muss ehrlich sagen ich hätt nie
    gedacht das schottelwerft ein weltunternehmen geworden ist da muss man echt den hut ziehen,das
    geht ja runter,oder rauf bis nach wenn ich richtig gelesen hab ,bis nach rio de janairo ,leider komm ich
    tagsüber kaum an den kombi meistens nachts ,was auch nicht meiner chefin recht ist,weil man ja später ins bett
    geht und morgens nicht wach wird,auch dies geht vorbei ich selbst habe mal einen tag in koblenz
    die wsp 15 mitfahren dürfen auch steuern und wr stolz drauf das alles gut geklappt hat,ist ja auch feine
    sache kleines boot zu fahren und zu manövrieren .2009 habe ich mal in klotten die fähre abgelöst für
    10tage auch ,schottel war wieder neuland,auch das ging gut ,so hab ich meine erfahrung mit schottels
    gmacht .ich hab mir vorgenommen das ale nochmal tagsüber in ruh zu lesen,falls der kombi das
    mitmacht,15 jahre alt,ab und zu streikt der,das wärs für heut,vielen dank dir,bis bald


    wünsche gutes nächtle gruß
    jupp

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