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Thema: Werft Josef Becker, Schottel Werft und der Schottelantrieb

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  1. #1
    Moderator Avatar von McRonalds
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    Nachtrag: ach ja, so funktionierte das damals (lt. Broschüre) mit den Schaluppen: Sie wurden entweder an Schleppverbände gehängt oder per LKW nach Boppard gefahren, wo sie auf die Bahn verladen wurden.

    Und weiter (diesmal wieder Zitat): 'Bis 1950 haben 3000 Schaluppen die SCHOTTEL-Werft verlassen. Pro Tag werden zwei bis drei Beiboote gefertigt – mittlerweile in fünf verschiedenen Typen. Nur noch 50 Stunden brauchen die Mitarbeiter für ein Exemplar, vor dem 2. Weltkrieg benötigten sie 150 Stunden. Längst ist die Schaluppe auch mit Motor erhältlich – dem Schottin-Antrieb. Damit Motor und Wellenanlage beim Rudern nicht die Fahrt hemmen, sind sie in vertikaler Richtung schwenkbar und werden in einen im Luftkasten angebrachten Schacht versenkt. Im Juli 1962 heißt es in einem Zeitungsartikel: 'Unängst wurde die 8000ste nummerierte Schaluppe fertiggestellt; dieses Beiboot ist die seit Kriegsende ohne Konstruktionsveränderung meistgebaute Schaluppe der Welt.' Insgesamt wird die SCHOTTEL-Werft mehr als 16000 Schaluppen produzieren. 1973 verabschiedet sich die Werft von der Schaluppe. Nachdem sich das Unternehmen mehr und mehr auf die Fertigung von Schiffsantrieben spezialisiert hat, wird die Schaluppensparte an eine Werft an der Mosel verkauft.'
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  2. #2
    Moderator Avatar von McRonalds
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    An dem Punkt muss ich persönlich ein paar Worte verlieren (ich glaube ich habe das früher schon irgendwo mal geschrieben - aber wie üblich an unpassender Stelle und keiner hat darauf reagiert), bzw. es überhaupt bemerkt:

    Was mich an der Werft Josef Becker fast mehr interessiert hat als der legendäre Schottel, ist die Verbindung zum Main in den frühen 30er Jahren, als diese damals noch (sehr) kleine Werft (12 Mitarbeiter, wie wir oben lesen können) etliche kleine Motorschlepper für den Main baute: als die Mainkette in den frühen 30er Jahren aufgelöst wurde bestand offensichtlich ein großer Bedarf hierfür, der nicht allein durch die Mainwerften gedeckt werden konnte. 10 Schlepper konnte ich bislang ausfindig machen, wobei einige Angaben fraglich sind. Eigentlich sind recht viele Angaben fraglich, aber ich finde einfach nirgendwo Angaben über die frühen Bauten der Werft. Bislang ermitteln konnte ich folgende Schiffe (HELENE und MARKSBURG habe ich ja bereits oben erwähnt) - der CHRISTA sollte eigentlich identisch mit HEINZ sein, allerdings habe ich als Baujahr 1926 dort angegeben... wobei... baute Becker da so solch 'großen' Schiffe...?

    HELENE

    CHRISTA
    Bj. 1926 (wurden da bereits Schiffe gebaut?)
    Eigner: ?, Stadtprozelten
    55/126 PS
    11.10 x 2.92 m
    Später an Bau-Fa. Breunig/Miltenberg, 1994 nach Ungarn


    MARKSBURG

    EMMA
    Bj. 1928
    Eigner: Christian Schopp, Speyer
    80 PS
    9.96 x 2.37 x 0.85 m

    HEINZ
    Bj. 1933
    Eigner: Heinz (oder/später Karl?) Firmbach, Stadtprozelten (MSG)
    75 PS
    11.20 x 2.92 x 0.92 m
    -> CHRISTA

    MAIN
    Bj. 1933
    Eigner: Hans Firmbach, Stadtprozelten
    200 PS
    17,15 x 3,81 m x 1.00 m
    1951 an Deutsche Tiefbau AG, Mannheim

    SAALE
    Bj. 1933
    Eigner: Anton Hartmann, Zellingen & Pius Wolz, Reistenhausen (KSG)
    125 PS
    Maße unbekannt

    TAUBER
    Bj. 1933
    Eigner: Anton Hartmann, Zellingen & Pius Wolz, Reistenhausen (KSG), ab 1951 ohne Wolz
    125 PS
    14.50 x 3.30 x 0.70 m

    DONAU
    Bj. 1934
    Eigner: Karl & Anton Arnheiter, Wörth a.M.
    200 PS
    17.15 x 3.81 x 0.76 m
    1937 verkauft nach Regensburg

    EMIL
    Bj. 1934
    Eigner: Emil Firmbach, Schweinfurt (MSG)
    110 PS
    13.00 x 3.33 x 1.00 m
    Später Fa. Löhe/Würzburg -> KÜMMEL 5, inzwischen wohl abgewrackt

    ERFTAL
    Bj. 1934
    Eigner: Johann Gerling, Miltenberg
    165 PS
    17.20 x 3.70 x 0.76 m
    1951 an Fa. Blum/Schweinfurt

    Die folgenden beiden Schiffe sind Spekulationen meinerseits - beide könnten frühe Becker-Bauten sein. Vielleicht kann mir jemand helfen:

    GUTE HOFFNUNG (2) [oder Umbau?]

    SCHWALBE?

    Nach dem Krieg hat man den Bau von kleinen Schleppern wohl nicht mehr aufgenommen - der Bedarf dafür war wahrscheinlich ein für allemal gedeckt. Selbst begegnet bin ich leider nur noch dem EMIL, ERFTAL und GUTE HOFFNUNG, (so der wirklich ein Becker-Bau war). Sehr Schade. Gruß - Ronald;-)

  3. #3
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    Deutschland Werft Josef Becker

    Hallo,
    aus der Rhein-Zeitung vom 3.11.2025:
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  4. #4
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    In der kleinen Schottel-Broschüre ist auch ein Bild von einem der ersten niederländischen Behördenschiffen drin, das den internationalen Durchbruch von Schottel einläutete.
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