Die Problematik der Wasserversorgung der Industrie, ist wesentlich komplexer.

"Die Talsperren des Ruhrgebiets sind, wie alle Anlagen dieser Art
in der Rheinprovinz und Westfalen, aus eigenen Kräften der Bevölkerung, ohne Inanspruchnahme staatlicher Mittel, errichtet worden.
Im Bergischen Lande und im Ruhrgebiet ist die ursprüngliche Heimat der rheinisch-westfälischen Eisenindustrie.
In diesen Gebirgstälern reiht sich seit alten Zeiten ein Werk an das andere, das
Wasser der Bäche zum Betriebe von Hammer- und Walzwerken, Schmieden, Pressen, Drahtziehereien usw. ausnutzend.
Im Wettbewerb mit der immer mehr erstarkenden Grossindustrie nördlich
der Ruhr litten die vielfach nur kleinen Werke sehr unter dem Wassermangel in der trockenen Jahreszeit, der sie zu Betriebseinschränkungen oder zur Anlage teurer Dampfhilfsbetriebe nötigte."
Kanns mir nicht verkneifen, ja ja der Klimawandel.

In diesem Abschnitt ging es um die Wasserversorgung, aber es geht noch weiter.

"In welchem Umfang die Schiffbarkeit der Weser durch die Zuschüsse aus dem Sammelbecken erhöht wird, ist aus dem nachstehenden Vergleich der Fahrwassertiefen bei Mittelkleinwasser vor und nach Fertigstellung der Waldecker Talsperre zu ersehen.

Fahrwassertiefen bei Mittelwasser
Münden vorher 0,75 m nachher 1,10 m
Hameln vorher 1,00 m nachher 1,25 m
Minden vorher 1,25 m nachher 1,41 m
Hoya vorher 1,35 m nachher 1,52 m
Unterhalb der Allermündung vorher 1,50 m nachher 1,55 m"

Es ist so komlex, das ich es bei diesem Auszügen belasse.

Zwei Gedanken möchte ich dennoch im Zusammenhang mit den Kanalbauten erwähnen.

Technik

Unsummen mussten in Technik investiert werden, um A die Kanäle zu bauen und B die Technik dafür zu haben um die Kanäle und Flüsse instandhalten zu können.
Ich habe Listen über unterschiedliche Bagger und Sauger, vielleicht schaffe ich es mal auf dieses Thema einzugehen.

die Häfen

Von Duisburg bis Emden wurden die Häfen umgebaut und vergrößert, um für die Zukunft ausreichende Kapazitäten zu besitzen,
um dem Zuwachs an Warentransporte gerecht zu werden.
Stellvertretend für alle Häfen sei hier mal Emden mit den Kostete 22.880.000,00 M genannt.

und und und.

Und zum Schluss ein versuchter Vergleich.
Der Oder Havel Kanal wurde gebaut, benötigte aber nicht eine so eine komplexe Infrastruktur.
Die Kosten waren nicht so exorbitant, wie bei den westdeutschen Kanalsystemen.
Er war nicht so groß, denn die Finow Maßkähne waren kleiner.
Ob sich auf dem Havel Oder Kanal, bei dem geringeren Transportumfang (gegeüber den westdeutschen Kanälen),
ein Schleppmonopol rentiert hätte ist wahrscheinlich auch fraglich.
Das Schleppmonopol war immerhin für meherere Kanäle zuständig.
Mal als Info, für die damaligen Gegner eines Schleppmonopols, die den Oder Havel Kanal gerne als Beispiel nahmen.

So nun ist genug, ich bin beim Monopol erst bei 1928, dann kommt Monopl und Kortdüse,
Schlepperneubauprogramm mit allen Hindernissen.
Der II WK mit den katastrophalen Folgen für das Schleppmonopol.

@Walter, da bin ich weiterhin auf deine Beiträge gespannt.

Und schließlich die Nachkriegzeit bis zur Schließung des Bundeschleppbetriebes.

MfG
Peter